Daten & Fakten zum Verlagswesen
Als Verlagswesen kann die Gesamtheit aller Buch-, Musik-, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage bezeichnet werden. Seltener ist damit ein System der dezentralen Produktion gemeint.
Den höchsten
Umsatz im Verlagswesen in Deutschland erzielten im Jahr 2010 Fach- und Schulbuchverlage. An der Spitze stehen dabei die Springer Science and Business Media mit einem Umsatz von mehr als 480 Millionen Euro und die Klett-Gruppe mit rund 465 Millionen Euro Jahresumsatz. Viele Verlage sind in Besitz von Mediengruppen. Die
umsatzstärkste Verlagsgruppe in Deutschland ist die Bertelsmann AG mit einem Umsatz von knapp drei Milliarden Euro (Stand 2008) vor der Holtzbrinck-Gruppe mit einem Umsatz von rund 1,3 Milliarden (Stand 2006).
Größter Verlag weltweit war im Jahr 2010 Pearson aus Großbritannien mit einem Umsatz von mehr als acht Milliarden US-Dollar, gefolgt von Reed Elsevier (7,1 Milliarden US-Dollar) und Thomson Reuters (5,6 Milliarden US-Dollar).
Im Verlagswesen zählt der Zeitungsmarkt zu den wichtigsten und umkämpftesten Geschäftsfeldern. In Deutschland ist der
Markt für Kaufzeitungen stark konzentriert. Fast 80 Prozent des Umsatzes entfiel im Jahr 2010 auf die Verlagsgruppe Axel Springer AG, die unter anderem die Bild-Zeitung herausgibt. Bei den
Abonnementzeitungen hingegen war die Verlagsgruppe Stuttgarter Zeitung mit einem Umsatzanteil von knapp elf Prozent am erfolgreichsten.
Im Verlagswesen werden Chancen und Herausforderungen durch die Digitalisierung diskutiert. Laut einer Prognose des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) werden im Jahr 2013 mehr als elf Prozent der
Umsätze im Verlagswesen auf Online- und internetbasierte Geschäfte entfallen. Im Jahr 2009 lag der Anteil bei rund acht Prozent.
Überblick über Käufe, Verkäufe und Beteiligungen im Verlagswesen gibt der jährlich erscheinende Transaktionsmonitor von Bartholomäus & Cie. Das
Marktvolumen der M&A Transaktionen in der Verlagsbranche in Deutschland lag im Jahr 2010 bei rund 2,5 Milliarden Euro. Zwei Jahre zuvor waren es mehr als acht Milliarden Euro.